Ausschnitte aus verschiedenen Zeitungen :
Stimmungsvolle Fastnacht beim Obst- und Gartenbauverein Karben .
Karbener feiern den OGV-Fasching im Bürgerzentrum mit knackigen Mädels und Männern - und Karl Oertl Von Anne Rose-Dostalek Fest in Narrenhand war am Samstag der große Saal des Bürgerzentrums. Der OGV Klein-Karben hatte zur Faschingsitzung eingeladen.
Karben. Pünktlich um 20.11 Uhr erklang der Narhalla-Marsch und der Elferrat des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) erklomm die Bühne. Von dort oben hatten die Herrschaften mit Dreispitz den Überblick über das närrischen Volk im Saal: Piraten und Matrosen, Draufgänger mit neonfarbenen Baseballmützen, Damen in Glitzerlook und fesche Herrn mit Strohhüten. Sitzungspräsidentin Inge Schlößer rief als Erstes die Jüngsten auf die Bühne: die Mini-Garde des Vereins. In schmucken weiß-blauen Kostümen wirbelten die sieben Mädchen im Alter zwischen sechs und elf Jahren über die Bühne und schwangen die Beine. Ein Auftritt, den das Publikum mit Begeisterungsrufen begleitete. Für die Mini-Garde war das eine aufregende Premiere, tanzten sie doch zum ersten Mal vor Publikum Trainiert werden sie von Inge Schlößler, die als Sitzungspräsidentin hochzufrieden dem Gardenachwuchs den Faschingsorden überreichte. "Musik und Tanz sind ganz wichtige Bestandteile unserer Faschingssitzung", sagte Schlößer und unterstrich, dass fast nur "Eigengewächse" des Vereines den närrischen Abend bestreiten. Einzige Ausnahme ist Büttenredner Karl Oertl, der Jahr für Jahr die Narren in seinen Bann zieht. Als "Bauer aus dem Vogelsberg" sorgte er in diesem Jahr für reichlich Lacher. Er ließ die Gickel krähen und die Kuh muhen, erzählte Döntjes in Mundart und schob hochdeutsche Übersetzungen ein. Für diese Art Nachhilfe brauchte Büttenredner Ulrich Bedacht nicht zu sorgen, war er als geplagter Ehemann berichtete, verstand jeder auf Anhieb. Auch die "Schoppepetzer" mussten sich nicht lange erklären. Sechs knackige Mädels mit Pferdeschwanz und in Lederhosen sorgten so richtig für Stimmung, tanzten, sangen und forderten das Publikum zum Mitmachen auf. Das begriff schnell, was nun angesagt war: Nachbarn unterfassen und schunkeln, ob im Stehen oder Sitzen. Hüte wackelten, die Gesichter strahlten, die Stimmung stieg. Nach dieser Spaßeinlage hatte die jüngste Solo-Tänzerin des Vereines ihren Premierenauftritt: Anna Schmitter (10). Im blauen Glitzerkostüm trat das Nachwuchstalent auf die Bühne und begeisterte mit einem rasanten Tanz. Vereinstrainerin Yvonne Schlößer hatte die Choreografie entworfen und mit der jungen Tänzerin geübt. Brausender Beifall, der Faschingsorden und ein Glas Saft waren der Dank. "Hinter jedem Auftritt steckt viel Arbeit und ein hartes Training", erklärte Sitzungspräsidentin Schlößer. Monatelang werde geübt, Kostüme geschneidert und Requisiten gebaut. Tanzgarden und Solotänzer wie Daniela Riedel und Marc Wagner würden auch an Tanzwettbewerben teilnehmen. Doch es gebe beim OGV auch die vielen Helfer hinter der Bühne. "Ihnen sei ausdrücklich Dank gesagt", sagte Schlößer und überreichte den Ehrenamtlichen-Pokal an Hans Kroll. Zusammen mit Ehefrau Waltraud wirke er seit Jahren im Hintergrund. Büttenredner und Tanzgruppen sorgten für Stimmung, ob nun klassisch als Protokoller, mit ausgefeilter Choreographie im Gardetanz oder eher munter im Kostüm. Was da möglich ist, zeigten die "Schlümpfe" und "Die fliegende Kuh", die Schautanzgruppe und das Männerballett.
Frankfurter Neue Presse Printausgabe vom 09.04.2008
OGV-Kleingärtner suchen noch Nachwuchs Karben.
Frankfurter Neue Presse Printausgabe vom 04.02.2008
Die fliegenden Beine des OGV Karben.
Was beim Marsch zählt, ist die Höhe der Beine, Genauigkeit in den Bewegungen und stets ein Lächeln im Gesicht. Denn erst ein guter Gardetanz macht eine Faschingsfeier wirklich glanzvoll. Die Garde in Perfektion wird beim Obst- und Gartenbauverein (OGV) nun bereits seit 20 Jahren ausgeübt. Das feierten die Narren bei ihrer 39. Sitzung im Bürgerzentrum mit einem Jubiläumsmarsch, den man so noch nicht gesehen hat: 16 aktive Tänzerinnen standen gemeinsam mit ehemaligen OGV-Gardemädchen auf der Bühne - und zwar in allen Kostümen, die je vom OGV eingesetzt wurden. Die elektronische Zeitung - wie gedruckt. Mit allen Bildern und Anzeigen. Archivieren Sie oder suchen Sie per Stichwort. Vergrößern Sie die Schrift. Als Abo oder einzelne Ausgabe. "Es war nicht so leicht, die verschiedenen Farben zu kombinieren", sagt Trainerin Yvonne Schlößer, die am Samstag, wie ihre Mutter Elferratspräsidentin Inge Schlößer, ihr 20-jähriges OGV-Jubiläum feierte und seit zehn Jahren ehrenamtlich als Trainerin beim OGV tätig ist. In blauen, roten, orangen, grünen und lila Röcken marschierte die große Truppe vorbei am närrischen Elferrat, dem auch Stadtrat Jochen Schmitt (SPD) angehört. Normalerweise besteht eine Marschformation aus nur zwölf Personen. In nur fünf Trainingseinheiten hat Schlößer den Tänzerinnen im Alter von fünf bis 32 Jahren die Schrittkombinationen beigebracht. Viele von ihnen haben seit Jahren nicht mehr Garde getanzt, einige sind bereits Mütter, deren Kinder auch wieder beim OGV die Beine schwingen. Mit roter Zipfelmütze hüpften die Kleinsten von der Gruppe Mini-Marsch zum Zwergenlied. Die zehnjährige Sara Haghshenas hatte ihren ersten Soloauftritt. Drei Räder und zweimal Beinfangen beinhaltet die Choreographie. Wie ein Wirbelsturm fegt die Schülerin von Nadine Mader (20) über den Tanzboden. Wie es aussehen kann, wenn man bereits jahrelang trainiert, zeigte Elena Martini. Mit ihrem Solotanz ist sie schon auf Turnieren erfolgreich gewesen. Doch Garde lässt sich nicht nur in der Gruppe oder alleine tanzen. Daniela Riedel und Marc Wagner präsentierten im Paartanz kreative Hebefiguren und pfiffige Schritte. Zum zweiten Mal dabei war der schlagfertige Karl Oertl, bekannt aus "Hessen lacht zur Fassenacht" im HR. Mit einem Koffer voller Hüte stand er als "Wetterauer auf Weltreise" auf der Faschingsbühne und sorgte mit hessischem Witz für Lacher bei den rund 240 Gästen. Als Männerrechtler trat OGV-Vorsitzender Gerhard Radgen auf. Und er klagte: "Wir Männer dürfe uns nix traue, sin' wir doch gebunne an uns're Fraue." Mit dem Auftritt von Marina Meisinger teilte sich das Publikum endgültig in zwei Lager. "Ihr seid nur super an der Pulle, ansonsten seid ihr super Nulle", entgegnete sie Radgen. Gesangstalent bewiesen Carina Fenchel, Ariane Höring und Kathrin Reisinger, die in Frank Sinatra-Montur "New York, New York" trällerten. Auch das Männerballett, einstudiert von Martina Landvogt und Toni Sündemann, fehlte nicht. (jeh)
Es war eine durchwachsene Saison für die Obst- und Gartenbauer aus Klein-Karben. Die Apfel- und auch die Birnenernte liefen wegen der schlechten Witterung nicht so wie geplant. "Dafür gibt es dieses Jahr aber umso mehr Kürbisse. Sie sehen nicht nur interessant als Dekoration aus, sondern schmecken auch äußerst gut", berichtete Toni Sündermann. Durch die schlechte Apfelernte könne man auch mit Preisaufschlägen bei Apfelsäften und -weinen rechnen. Er selbst stellt "Süßen" her, den er aus den wenigen Äpfeln, die dieses Jahr beim OGV reiften, gewonnen hat. "Ich sammle die Äpfel auf unserem Vereinsgelände und sortiere sie.
Anschließend werden sie gehäckselt und geschleudert, bevor sie durch ein Sieb gepresst werden. Für 30 Liter Saft benötige ich etwa eine halbe Stunde", erzählte Sündermann. Er präsentierte stolz den Gabentisch, den er gemeinsam mit Erich Bedacht schmückte. "Eine Augenweide", befanden auch Vize-Vorsitzender Mehran Haghshenas und seine Frau Katharina Giannakaki. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Ursula Friedemann und Hiltrud Schnaubelt betrachteten die Frauen vor allem den großen Wirsing und die Zierkürbisse. Haghshenas präsentierte stolz verschiedene Apfelsorten. Besonders die Kürbisausstellung fand bei Jung und Alt großes Interesse. "Extrem stolz bin ich auf den Riesenkürbis, den ich selbst gezüchtet habe", erklärte Sündermann begeistert. Unter den Besuchern des Frühschoppens fanden sich hauptsächlich Vereinsmitglieder. "Es ist natürlich ein tolles Gefühl, am Ende einer Saison hier zu sein und gemeinsam den Ernteertrag des letzten Jahres zu feiern", erläuterte Haghshenas. "Mit den Einnahmen des Erntedankfestes wollen wir auch die Jugend an den Verein heranführen." Bald schon beginnen die Vorbereitungen für den Weihnachtsbasar und vor allem für Fasching. "Bereits 111 Karten für die große Sitzung wurden in nur einer Stunde verkauft", freuten sich Marina Meisinger und Ariane Höring von der Schautanzgruppe. (sdr)
Frankfurter Neue Presse (Printausgabe vom 04.04.2007)
Gartenarbeit und Gardetanz Karben.
Karben. Der Obst und Gartenbauverein (OGV) Klein-Karben ist kein traditioneller Kleingartenverein, in dem die Mitglieder Parzellen bewirtschaften. Vielmehr verstehe man das Gelände in der Max-Planck-Straße im Klein-Kärber Gewerbegebiet als Lehrgarten, erläutert Vorsitzender Gerhard Radgen auf der Jahreshauptversammlung. Auf dem 4000 Quadratmeter großen Gelände gibt es einen Teich, eine biologische Kompostanlage – „Darin lassen wir die Regenwürmer für uns arbeiten“ –, einen Steingarten mit Bachlandschaft sowie je einen Kräuter-, Bauern- und Rhododendron-Garten. Hinter dem Vereinshaus stehen Apfel-, Birnen- und Kirschbäume. Um das Haus und das Gartengelände kümmern sich zehn „grüne Gartenmännchen“. Das sind Mitglieder, die nach dem Rechten sehen, Pflanzen zurückschneiden, mähen und nach getaner Arbeit „noch ein fröhliches Lied singen“, erzählt Kassierer Günther Wöhner. Im Bereich der Jugendarbeit wird Kindern und Jugendlichen weniger die Gartenarbeit, sondern das Tanzen beigebracht. Es gibt eine Garde und eine Schautanzgruppe.
Bei der Jahreshauptversammlung gab es kaum Neuerungen. Im vergangenen Jahr habe es bei zehn Eintritten zugleich zehn Austritte gegeben, so dass die Mitgliederzahl von 282 konstant bleibt. Leiterin Inge Schlößer zählt die Aktivitäten der jugendlichen Gardetanzgruppe auf, die mit den Bereichen Solo, Paar, Polka und Marsch die volle Bandbreite des Gardetanzes abdecke. Die Qualifikation zur Hessenmeisterschaft habe man nur knapp verfehlt, berichtet sie. Zwölf Mädchen, ein Junge und fünf Kinder machten mit. Am 9. Juni wird die Schautanzgruppe beim Tag des Tanzes in Karben dabei sein. Wer sich über die Aktivitäten des Vereins informieren möchte, ist am 1. Mai zum Tag der offenen Tür willkommen. Zudem ist das Vereinshaus sonntags vormittags zum Frühschoppen geöffnet. (kre)
Bad Vilbeler Anzeige (Printausgabe vom 29.03.2007)
Erfolgreicher Abschluss einer Supersaison Karben.
Karben Großer Jubel herrschte bei der Marschformation des OGV Klein-Karben am Ende der Turniersaison 06/07. Insgesamt startete die Gruppe bei vier Verbands- und einem Vereinsturnier und errang drei 1. Plätze und zwei 2. Plätze. Auch die Solotänzerin Elena Martini verzeichnete vier Siege. Sogar das erst seit einem Jahr trainierende Tanzpaar Daniela Riedel und Marc Wagner erreichte am letzten Wochenende in Bönstadt den 1. Platz, dort konnte sich die Polkagruppe mit einem 3. Platz ebenfalls einen Pokal ertanzen. Die Trainerinnen der Gruppe Inge und Yvonne Schlösser sind sehr stolz auf die gemeinsam erreichten tollen Leistungen. Das Training für die neue Saison beginnt im April. Neue Tänzerinnen sind herzlich willkommen, besonders in der Purzelgruppe ab 4 Jahre. Nähre Information ist unter Telefon (06039) 930883 ab 19 Uhr erhältlich. (cwi)
Frankfurter Neue Presse (Printausgabe vom 20.02.2007)
Festung Karben fällt an die Narren
Karben. "Da is' irgendwas", vermutet ein sehr kleiner Zorro, deutet mit dem Finger auf das Karbener Rathaus und fügt hinzu: "Was mit Fasching." Aber hallo! Der Winzling weiß eben noch nicht, dass hier am Rosenmontag ein Ereignis mit weit tragenden Folgen stattfindet - jedenfalls bis zum Aschermittwoch. Dann ist ja bekanntlich alles vorbei, auch die Verschnaufpause für Bürgermeister Roland Schulz (SPD) und seinen Stadträte. Der Rathauschef wird traditionell am Rosenmontag von den Ortsvereinen entmachtet und darf - das ist die gute Seite - fast zwei Tage lang ein Narr sein wie alle andern auch. Zweieinhalb Millionen Karnevalisten sind auf den Beinen, um die Faschingszüge in den Metropolen anzuschauen, meldet der Rundfunk. Karbener können kaum welche dabei sein, die meisten stehen nämlich vor dem Rathauseingang, der von innen mit bunten Luftballons und Kartons fest verrammelt ist. Eckehart Böing, in der Stadtverwaltung sonst für jegliche Verkehrsfragen zuständig, trägt sein närrisches Motto auf dem Kopf: "Prost" steht auf dem überdimensionierten Stoffglas. Er ist seit zwölf Jahren bei der Rathauseroberung dabei. Anschließend lädt der Magistrat mit dem Gesamtpersonalrat zur fröhlichen Faschingsfete im Bürgerzentrum ein. "Uns macht es einfach Spaß mit der Bevölkerung zusammen zu feiern", sagt Böing. Mittlerweile kommt Bewegung in die Menge - der Faschingswagen des OGV wird gesichtet. Mit Großen und Kleinen an Bord der OGV-Vorsitzende Gerhard Radgen, der später auf der Bühne die Moderation des Abends übernimmt. Ein Winken und Helau-Rufen beginnt, dann gibt es kein Halten mehr. In Windeseile kämpft sich Radgen mit seinen Helfern durch den Pulk der Narren und nimmt dem innen hinter der Tür stehenden Rathauschef den silberfarbenen Rathausschlüssel ab und zeigt ihn der jubelnden Menge. Schnell wird Schulz in Ketten gelegt, die beiden Stadträte Gerd Rippen (Grüne) und Jochen Schmitt (SPD) an seiner Seite stützen ihn. Jetzt können die wartenden Narren nicht mehr zurück, ein Gedränge und Gewusel beginnt, so dass bald die Luftballons zerplatzen und die Karton-Barriere niedergetrampelt wird. Hurra, das Narrenvolk ist im Rathaus, der Bürgermeister im historischen Schultheißkostüm wird triumphierend auf die Bühne des Bürgersaals geführt, die ersten Sektflaschen werden bereit gehalten. "In Ketten führ'n wir sie hier mit, den Schulz, den Rippen und den Schmitt", verkündet Moderator Radgen fröhlich. "Die Macht in Karben ist am Ende nun endlich in den besten Händen. Vorbei ist jetzt die Diskussion um Geld und um Opposition, ab jetzt gibt's hier nur eins genau, und das heißt Frohsinn und Karbe Helau!" Die Sektkorken knallen. "Wenn die Politiker was zu nuggele habe, dann sin' 'se beschäftigt", konstatiert er und reimt "Und jetzt geht's los, das ist kein Käse, und zwar mit einer Polonaise". Nachdem das Narrenvolk sich zur Schlange formiert hat, darf das Publikum im gut besetzten Saal im Bürgerzentrum mitsingen, schunkeln und sich auf die die anschließenden Programmpunkte freuen. Die örtlichen Narrenvereine haben natürlich ein Programm vorbereitet und schicken vorwiegend weibliche Tanzgruppen auf die Bühne. Ein Motto gibt es auch: "Und ihr, die ihr in Karbe lebt sollt feiern, dass die Erde bebt. Wenn Karben tanzt ist das ne Schau, denn unsre Mädcher sind genau die Schönste aus der Wetterau!" Na denn: Karben Helau!
Frankfurter Neue Presse (vom 13.02.2007)
OGV erklärt das Jahr des Mannes Karben.
Ihren Rock angehoben, rasen drei Nonnen blitzschnell durch den Saal und verschwinden in Richtung Umkleiden. In der christlichen Tracht stecken Marina Meisinger, Carina Fenchel und Ariane Höring. Und die müssen sich beeilen, denn in wenigen Minuten sollen sie wieder auf der Bühne stehen. Es ist Hektik pur hinter den Kulissen der 38. Faschingssitzung des Obst- und Gartenbauvereins (OGV). Für die drei Faschingserprobten heißt das, raus aus den Kutten und rein in Army-Hose und Top. Auf dem Weg nach oben noch schnell das rote Kopftuch aufgesetzt, stellen sie sich zu ihren Mittänzerin und präsentieren ihr schönstes Lächeln als bereits die Musik angeht. Mit dem ungewöhnlichen Einmarsch zu Queens "We are the Champions" schreiten sie zur Bühne, in jeder Hand eine Funken versprühende Wunderkerze wedelnd. Gut drei Minuten heizen die elf Tänzerinnen den rund 200 Gästen im Saal des Bürgerzentrums mit "We will rock you" kräftig ein. Eine Zugabe verlangen die Fastnachtsnarren prompt. Davor gab's aber anstatt eines Ordens erstmal ein Schnäpschen zur Stärkung. Es ist zwar jedes Jahr viel Arbeit und zwischen den Auftritten immer etwas stressig, der Applaus des Publikums entschädigt die Showtänzerinnen aber für die Strapazen. Marina, Ariane und Carina sind seit 17 Jahren im OGV aktiv. Früher als Funkenmariechen in den Gardegruppen von Trainerin Inge Schlößer, denken sie sich heute ihre eigenen Tänze aus. "Wir sind eben Partymädels", sagt die Stadtangestellte Marina Meisinger. "Besonders schön ist die Vereinszugehörigkeit beim OGV", erklärt Carina. "Wir sind hier alle wie eine große Familie." Das beweist auch Yvonne Schlösser (31), die Tochter der Sitzungspräsidentin und Gardetrainerin Inge Schlösser. Seit 19 Jahren ist sie als Aktive bei den Faschingssitzungen dabei. Seit Anfang des Jahres trainiert sie zusätzlich zu den Trainingsstunden unter der Woche jedes Wochenende mit den Solotänzern für die Sitzungen. In diesem Jahr ist sie selbst als Clown aufgetreten und bekam von ihrer stolzen Mutter den Aktivenpokal des Vereins verliehen. Tänzerisches Talent bewies auch das Männerballet des OGV. Unter dem Motto "Sieben Zwerge, Männer allein im OGV" hüpften sie zu Otto Walkes Filmhits über die Bühne, schwangen ihre Beine in die Luft wie die Gardemädchen. Ausnahmsweise war in diesem Jahr ein auswärtiger Gastredner zugelassen. Karl Oertl, bekannt aus "Hessen lacht zur Fassenacht". "Seid immer fleißig und adrett, dann sin' wir auch zu euch ma' nett", rät Ulrich Bedacht den Frauen im Saal. Als Männerrechtler erklärt er das Jahr 2007 zum "Jahr des Mannes" und stellt erstmal klar, "sorgt auch dafür, damit ihr's wist, dass immer Bier im Kühlschrank ist". Die Männer hat der Büttenredener schnell auf seiner Seite, grölend stimmen sie ihm zu. Zwar war das Publikum bei der größten Karbener Faschingssitzung vor ein paar Jahren noch größer, Mühe geben sich die Narren aus Leidenschaft aber wieder. So hat Vorstandsmitglied Günther Wörner die rund 100 Faschingsorden aus Porzellan alle selbst gemacht und handbemalt. Die Liebe zur Fastnacht steckt beim OGV in jedem Detail. Jennifer Hein
Karbener Zeitung (vom 11.01.2007)
Erster Platz für Marsch-Mädels Karben.
Das Training hat sich gelohnt: Einen ersten Platz eroberte sich die Marschformation des OGV Klein-Karben im Dezember auf einem Ranglistenturnier in Neu-Isenburg. Damit sicherte sich die Tanz-Gruppe den Aufstieg in die nächst höhere Leistungsklasse. Auch die Solistin Elena Martini ertanzte sich an ihrem ersten Turnier mit einer perfekt vorgetragenen Choreographie einen ersten Platz. Wer in einer der Gardetanz-Gruppen des OGV mittanzen möchte, bekommt Information bei Inge Schlößer, Telefon (06039) 930883. Trainiert wird das ganze Jahr über und die Tänze auf Turnieren und natürlich zu Karneval an Sitzungen vorgeführt. Beide Tänze und viele andere Programmpunkte werden auch an den Sitzungen des OGV am Freitag, 9. und Samstag, 10. Februar im Bürgerzentrum zu sehen sein. Für die Veranstaltung am Freitag, 9. Februar, hat der Obst- und Gartenbauverein als Special-Guest den bekannten Redner Karl Oertel verpflichtet. Beide Sitzungen beginnen um 20.11 Uhr im Saal des Bürgerzentrums. Karten gibt es im Bürgerzentrum und in Monis Videothek. (cwi)
Frankfurter Neue Presse (Printausgabe vom 06.09.2006 )
Gärtner zeigen ihre Pracht Karben.
Die Sonne geizte beim Sommerfest des Obst- und Gartenbauvereines Klein-Karben mit wärmenden Strahlen, doch gefeiert werden konnte trotzdem: Die Gaststube des Vereinshauses bot Platz genug und wer den frischen Wind nicht scheute, fand ein gemütliches Plätzchen auf der weinlaubberankten Terrasse. Die ersten Besucher kamen schon zum Frühschoppen, mittags wurde der Grill angeworfen und am Nachmittag bot die Kuchentheke leckeren hausgemachten Kuchen. Für Stimmung sorgte "Malika", denn die drei Hausmusikanten Manfred, Lia und Karl hatten Akkordeon und Teufelsgeige mitgebracht und unterhielten mit Melodien zum Mitsingen. Gut besetzt waren Tische und Bänke und nicht nur die Mitglieder, sondern auch Freunde und Nachbarn des Vereines ließen sich das Sommerfest des OGV nicht entgehen. Wem nach Steak und Bratwurst, Zwetschgenkuchen und Sahnetorte nach Bewegung der Sinn stand, der konnte den Teich in der Gartenanlage umrunden, durch den "Heidegarten" spazieren und die farbenprächtigen Dahlien im Sommergarten bewundern. "Wir haben im Frühjahr über 100 Knollen gesetzt", sagt Norbert Schlösser und ist wie seine Mitgärtner stolz auf die satte Farbenpracht der Dahlien. Auch die Rosen blühen noch, im Bauerngarten reifen neben Ringelblumen und verblühten Sommerstauden Tomaten heran und die Salatköpfe sind gegen die gefräßigen Feldhasen mit einem Drahtgitter geschützt. Äpfel-, Birnen und Zwetschgenbäume wachsen hinter dem Vereinshaus und tragen reichlich Früchte. Rund 300 Mitglieder zählt der Obst- und Gartenbauverein, der vor fünfzehn Jahren sein Vereinshaus am Bebauungsrand des Gewerbegebietes in der Max-Planck-Straße errichtet hat. Ein Teil der Mitglieder kümmert sich um die Gemeinschaftsgartenanlage mit Blumenbeeten und Obstbäumen. Stark ist der Verein aber auch auf einem ganz anderen Gebiet: Dem Fasching. Pünktlich zum 11. 11. ist der Elferrat komplett und der jugendliche Nachwuchs brilliert im Gardetanz. Davon künden die zahlreichen Pokale, die im Vereinshaus stehen. Regelmäßig trainieren tanzbegeisterte Kinder und Jugendliche im Vereinshaus, nehmen an regionalen Wettbewerben im Gardetanz teil und treten bei Veranstaltungen auf. Im Winter, wenn die Gartenarbeit ruht, schwingen auch die Männer das Tanzbein, üben für das "Männerballett" und freuen sich auf die Faschingssaison. Doch noch haben die "grünen Gartenmenschen" des Vereines jede Menge in der Gemeinschaftsgartenanlage zu tun. "Es ist eine Riesenarbeit, alles in Ordnung zu halten", sagt Schlösser, aber Gartenfreund Karl Schinz weiß, warum sie das machen: "Es ist schön zu sehen, wie alles in der Natur wächst", sagt er und Manfred Simmer ergänzt: "Wir machen die Gartenarbeit gemeinsam, das schweißt zusammen und sorgt für Geselligkeit." Sie gehören zu der Gruppe der "grünen Gartenmenschen", die sich jeden Donnerstagnachmittag treffen, im Frühling die Dahlienknollen setzen und Beete hacken, im Sommer bewässern, den Rasen mähen, Unkraut jäten und Sträucher stutzen. Im Lauf der Jahre ist ein Teich entstanden, ein Waldgarten, ein Heidegarten mit Moorbeet, der Bauerngarten, das Kräuterbeet und die Rabatten mit Rosen, Dahlien und anderen Sommerblumen. Geöffnet ist die Gartengemeinschaftsanlage in der Max-Planck-Straße sonntags, wenn das Vereinshaus auch zum Frühschoppen offen steht. Jeden ersten Sonntag im Monat werden warme Mittagsgerichte angeboten. (ado)